Die Kultur im Web 2.0

Ich möchte mich heute mit dem Thema „Kultur und Bildung 2.0“, vor allem aber mit der Kultur 2.0 auseinandersetzen, da ich neulich einen sehr schön passenden Filmausschnitt aus „Freunde mit gewissen Vorzügen“ gesehen habe.

Gleich am Anfang in der ersten Szene ist sehr schön dargestellt, worauf die Internetkultur Wert legt, nämlich schnell Informationen beschaffen und diese dann möglichst bunt und hübsch aufbereitet serviert zu bekommen. Doch bis dahin war es ein weiter weg.

Vor allem in den Jahren nach der Dotcom-Blase hat sich nämlich eine ganz neue, allgegenwärtige und weltweite Kultur entwickelt… Die Internetkultur.

Alles das, was eine Kultur ausmacht, wie z.B. Sprache, Glaube, Moral, Werte, Interessen, Traditionen und Gebräuche (um jetzt nur einige Merkmale zu nennen) sind zu genüge vorhanden und ausreichend stark ausgeprägt, um diese zu erkennen.

Gehen wir erst einmal auf die Sprache ein: Die Fantastischen Vier besangen es schon 1999 in ihrem Titel „MfG – Mit freundlichen Grüßen“ und auch der geneigte Leser wird schon ahnen, worauf ich jetzt hinaus will: Abkürzungen!

Von den SMS-Schreibern wurden sie seinerzeit entwickelt um Zeit und Geld zu sparen. Da „Zeit sparen“ für die meisten Menschen schon ein guter Grund ist, haben Abkürzungen, wie  hdl, hdgdl, rofl, lol, nok, cya, PEBKAC oder auch wtf ihren Weg ins Netz gefunden und sind seitdem, genau wie Smileys oder Leetspeak, aus keinem guten Forum oder Blog mehr wegzudenken. Auch sehr weit verbreitet sind Anglizismen.

Wer mal ein bisschen schnökern möchte, findet hier eine ganze Liste mit Abkürzungen und deren Bedeutungen auf Wikipedia.

Auch beim Glauben sind die Internetnutzer und Community Mitglieder immer mit dabei, wenn es darum geht, die ganze Welt zum wahren und einzigen Glauben zu bekehren. Einige Stichworte wären Betriebssysteme und Computer Hardware allgemein. Kein Tag oder keine neue Meldung über technischen Fortschritt vergeht, ohne dass sich die „Kreuzritter“ von Gates, Jobs oder Stallman(da eher unbekannt, ein kleiner Tipp: Linux) gegenseitig verbal in den Foren und Diskussionsthreads zerfleischen und sich auf übelste Art und Weise unter der moralischen Gürtellinie zu schlagen, bis das eigentliche Thema wieder einmal nebensächlich geworden ist und schon wenige Posts nach Threadstart vollkommen dem Glaubenskrieg gewichen ist. Das gehört mittlerweile schon zum (un)guten Ton eines jeden Forums dazu, ist also schon fast zu einer Art Tradition oder Brauch geworden.

Ein Vertreter der digitalen Kommunikation hingegen ist definitiv eine Art Urgestein des Webs.

Seine Verwendung eine Tradition. Er selbst sogar ein Gott??

Die Rede ist von dem Smiley. 

Den Smiley gibt es in unzähligen Variationen: weinend, laut lachend, zwinkernd, verliebt und und und. Doch es gibt nur einen echten, nämlich jenen, der 1979 das Licht der Datenwelt erblickte und ungefähr so aussah:        -)

Das war die Geburtsstunde einer Legende und ist seitdem in all seinen Variationen nicht mehr wegzudenken. Wir nutzen ihn und seine(meist gelben) kleinen Freunde in Chats und Foren um unseren Gefühlen und Emotionen ansatzweise Ausdruck zu verleihen.

Das Web ist ein besonderes Phänomen: Zum einen ist es selbst ein wertvolles Kulturgut geworden, zum anderen aber bildet es eine Grundlage für aufkommende Subkulturen, die interaktiv

Auch können Künstler jeglicher Art ihre Werke im Internet feilbieten. Dienste wie Myspace, Soundcloud und diverse andere Sharingtools machen dies möglich. Kreatives Eigentum in Form von Musik, Bildern und Videos wird nicht mehr nur im Eletronikfachmarkt neben an, sondern vorwiegend im Internet vertrieben.

Wir, die wir die „Cybergesellschaft“ (wie es in diesem Wikipedia Artikel über die Netzkultur so schön heißt) aufbauen und mitgestalten sind dabei, unser soziales Leben immer mehr von der Straße in die digitalen Datenautobahnen zu verlegen. Das ist auch kein Wunder. Immerhin sind wir schon als Grundschüler damit in Berührung gekommen und kennen uns bestens aus. Sind mit der Sprache und den Gebräuchen, sowie den Umgangsformen bestens vertraut.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Abend mit unserem besten Freund, dem 🙂

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~ von mach42 - 28. Januar 2012.

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