Facebook als Werkzeug des Wissensmanagements 2.0?

Wer von uns kennt Facebook nicht? Auch wenn man dort nicht angemeldet ist, so hat man wenigstens schon mal davon gehört oder wurde ungläubig und vielleicht auch ein wenig verspottend gefragt: “Wie, du bist da nicht angemeldet? Da ist doch jeder angemeldet. “

Und diejenigen, die so ungläubig fragen, haben Recht:

Laut eines Artikels auf allfacebook.de vom Anfang  August 2011 wurde zu diesem Zeitpunkt erstmals die 20 Millionen-Marke an aktiven Facebook-Nutzern in Deutschland überschritten. Das heißt, dass ca. jeder 4. deutsche Staatsbürger bei Facebook angemeldet und regelmäßig online ist.

Doch warum meldet man sich bei Facebook an? Was macht man dort und vor allem: Lässt sich Facebook wirklich effektiv und sinnvoll einsetzen oder ist das nur eine nette Spielerei und ein must-have unserer Zeit oder doch ein böses Teufelswerk, dass Informationen und Daten der Nutzer auf ewig speichert?

Diese Fragen versuche ich in den folgenden Zeilen, zumindest für mich, zu beantworten, da ich auch Facebook aktiv seit 2 Jahren nutze und wissen will, ob ich in der Lage bin, dieses ganze Geschwulst aus wichtigen und uninteressanten Informationen auseinander zu sortieren.

Facebook hat den Ruf als riesiger Datenspeicher inne, da nicht einmal (vom Ersteller persönlich) gelöschte Bilder oder Texte vom Server entfernt sondern lediglich für den einen Nutzer ausgeblendet werden.  Selbst  ich finde es erschreckend, dass ich auf meiner Pinnwand bis zum Jahre 2009 zurückgehen, dabei quasi mein Leben Revue passieren lasse und lesen kann: Enrico ist Facebook beigetreten.

Nichts desto trotz hat das auch gute Seiten: Man kann mit guten Freuden indirekt in Kontakt bleiben und bleibt durch deren Statusmeldungen immer gut informiert und auf dem Laufenden.

Kommen wir nun zu der Frage, ob man Facebook sinnvoll einsetzen kann. Soviel sei gesagt: Man kann! Zum einen nutzen Organisationen, Bands, Radiosender u.a. diese riesige Plattform, um über aktuelle Themen und Wissenswertes zu berichten. Auch ich nutze Facebook als Werkzeug des Wissensmanagements. Als Trainer in einem Sportverein kenne auch ich, genau wie andere Trainer oder auch Lehrer das Problem der Wissensübermittlung… vor allem über Kinder. Jedes Elternteil und jedes Kind kennt die Situation, wenn der Sprössling den Elternzettel mal wieder als Papierflieger oder Schmierblatt missbraucht hat. Er selber hat es vergessen, weil die Falttechnik soo faszinieren war und bis zu den Eltern ist diese Information gar nicht erst durchgedrungen. Da kommt in meinem Fall Facebook ins Spiel. Das Kind surft sowieso den ganzen Abend auf Facebook und wird dann, wenn es die Nachricht in der Gruppe liest, wieder an den Inhalt des Zettels erinnert. Somit ist die Chance, dass die Info bis zu den Eltern vordringt etwas höher als vorher.

Allerdings existieren, wie in jedem anderen Blog, Forum oder sozialen Netzwerk, in dem man den Usern die Möglichkeit gibt, ihren Senf dazu zugeben, neben den wenigen wichtigen und auch richtigen Informationen so viele kleine Nebendiskussionen über das Liebesleben der Pflastersteine oder warum jemand gesteinigt gehört, weil er nicht derselben Meinung wie jemand anderes ist, dass das Potenzial dieser Blogs, Foren oder im Speziellen Facebook leider nicht mehr erkannt werden kann, da es von all den Sachen verdeckt wird, die der gemeine User so postet, weil er denkt, dass es wichtig ist, dass seine neue PS3 gekommen ist oder er mal wieder schreibt, wie schlimm doch sein Leben ist.

Wie gesagt, durch solche Dinge  rückt die Bedeutung Facebooks als ernst zu nehmendes Instrument des Wissensmanagements 2.0 sehr weit in den Hintergrund und so dient es meist nur als Unterhaltungsmedium oder als Zeitvertreib für gelangweilte Schüler, Studenten und Büroangestellte und verkommt so langsam aber sicher zu einer Plattform, die zwar Wissen verbreitet und austauscht, allerdings ist das Wissen eher belanglos und irrelevant.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, hat Facebook etwas mit Wissensmanagement 2.0 zu tun.

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~ von mach42 - 30. Oktober 2011.

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