Fallbeispiel Thema Wissensmanagement 2.0

•31. Januar 2012 • Schreibe einen Kommentar

So meine lieben Leute,

das ist mein vorerst letzter Post in meinem Blog, da sich das Modul dem Ende nähert.

Abschließend findet ihr unter folgendem Link (http://mahara.org/artefact/file/download.php?file=185791&view=48698) das von meiner Gruppe und mir bearbeitete Fallbeispiel.

Viel Spaß beim Lesen.

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Politik 2.0 – Die Grünen goes Web 2.0

•31. Januar 2012 • Schreibe einen Kommentar

Obama hat uns im Jahr 2008 gezeigt, dass man einen Großteil der Bevölkerung nicht mehr nur mit Wahlplakaten und Wahlkampftouren motivieren kann, sondern viel besser über das Internet erreicht. So brauchen beispielsweise Umfrageinstitute keine Mitarbeiter von Haus zu Haus schicken oder in innerstädtischen Fußgängerzonen auf eine Frage- und Antworten-Odyssee schicken, sondern können bequem eine Umfrage auf einem Blog oder sozialen Netzwerk schalten, die dann von einer Software ausgewertet wird. Das spart Zeit und Nerven, setzt jedoch eine rege Beteiligung der Web-Anwender voraus.

Das Konzept hat sich zwar sehr gut in den USA bewährt, allerdings gibt es bis auf einige Organisationen und wenige innovative Parteien nur begrenzt spannendes über die Politik im Netz zu berichten. Zumal im Internet auch nur dieselben Themen nochmals von Hinten aufgerollt werden. Das wird noch schlimmer, wenn man sich vor Augen hält, was man heutzutage in erster Linie im Internet macht: Eigentlich will man doch nur der Realität entfliehen und nicht wieder über die gleichen Probleme stolpern, wie im wahren Leben. Da jedoch dieser Wandel unumgänglich scheint, fügen wir und die Politiker uns mit mehr oder weniger Ideenreichtum und Elan. So kommt dann unter anderem zu dem überaus spannenden Video-Blog von Angela Merkel zustande.

(Es tut mir leid, aber so wie sie in Reden spricht, hält man es nicht aus. Nach 2 Minuten musste ich das Video zum Thema „Ziel ist ein stabiler Euro“ beenden, weil sie den Satz immer noch nicht beendet hat und erst bei der Hälfte angekommen war. Zu allem Übel habe ich mich darüber aufgeregt, dass die Damen und Herren, die diese Onlinepräsenz es in unserer heutigen Zeit nicht mal schaffen, einen „Download-Button“ in die Beiträge einzufügen. Stattdessen darf man umständlich das Kontextmenü bemühen, um sich die Videodatei auf den PC herunterzuladen. Ob man das machen sollte und was die Beweggründe dazu sind, sei mal dahingestellt.)

Mittlerweile hat dann aber doch schon fast jede Partei und jeder Politiker einen Nachrichtenstream auf Twitter oder eine Seite bei Myspace, Facebook, diversen VZs und Co. Vorzuweisen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass wir uns auch im Onlinewahlkampf noch weiterentwickeln. Beispielsweise mit neuartigen Mashup-Tools. Doch lest selbst:

Die Grünen machen in ihrem Blog beispielsweise Werbung für ihre ganz eigene IPhone-App und dem grünen Mitmachtool. Eingeführt haben sie den Spaß im August 2011 und wollen damit die Kommunikation zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und den Grünen Politikern verbessern. Jeder Bürger kann auf einer Landkarte eine Markierung erstellen und dazu eine Aufgabe oder ein Problem schreiben. Diese Probleme werden dann parteiintern sortiert und an die jeweils zuständige Stelle weitergeleitet. Somit soll eine schnellstmögliche Problemlösung gewährleistet werden. Außerdem kann das Tool noch mehr: Menschen mit den gleichen Problemen können sich so leichter finden und einfacher Kommunizieren, da gleiche Probleme an unterschiedlichen Orten thematisch zusammengefasst werden.

Die IPhone App Augmented Reality(„erweiterte Realität“) soll das Angebot durch weitere Funktionen abrunden:

 

So soll die App beispielsweise nicht nur die gleichen Funktionen, wie das Onlinetool enthalten, sondern auch noch einen „Plakatscanner“ Dieser soll das Abspielen von verknüpften Multimediainhalten ermöglichen, sobald man ein Wahlplakat fotografiert. Also Mashup im Dienste des Wahlkampfes.

Die Idee an sich ist gut, allerdings muss sich erst noch zeigen, ob das Onlinetool und die App von der Bevölkerung akzeptiert werden. Bislang steigen zwar die Einträge auf der „Things-to-Do-Liste“ der Grünen, aber ob die Dinge auch abgearbeitet werden, ist noch fraglich. Immerhin ist das ganze Konzept erst 5 Monate alt und in der Politik brauchen die Dinge ja bekanntlich Zeit…

Das Web und Ich

•29. Januar 2012 • Schreibe einen Kommentar

Hier haben wir uns mal eine kleine Übersicht zusammengebastelt. Sie visualisiert wunderbar, wie ich mich zu welchem Zweck im Internet bewege. Ich wünsche viel Spaß dabei, die Übersicht mit eurem Verhalten zu vergleichen.

Cloud Computing im Enterprise 2.0?

•29. Januar 2012 • Schreibe einen Kommentar

Heue möchte ich mich kurz mit dem Thema Cloud Computing im modernen Unternehmen befassen. Außerdem möchte ich kurz auf die Technik dahinter eingehen, sowie auf Vor- und Nachteile und ob dieses Konzept zukunftssicher oder nur Spielerei ist.

Seit man Computer im Unternehmen eingeführt hat, hatte man den Wunsch, die Daten zentral und für alle Mitarbeiter zugänglich zu speichern… Das war die Geburtsstunde der großen Firmennetzwerke, wie wir sie heute kennen.

Heutzutage haben die meisten großen Unternehmen mehr PC Arbeitsplätze, als Mitarbeiter. Server sind so groß, dass sie ganze Räume einnehmen, und damit man bei einem Ausfall eines Rechenzentrums trotzdem weiterarbeiten kann, gibt es noch 1 oder 2 Backupsysteme, auf die man ausweichen kann. Es wird also eine richtige Serverstruktur aus Storage- Anwendungs- und Controllerservern benötigt. Mit den verlegten Netzwerkkabeln kann man problemlos den ganzen Globus umspannen. Die ganzen EDV-Anlagen müssen natürlich auch noch verwaltet werden, am besten von einer ganzen Abteilung, die nur dafür zuständig ist. Da das alles enorm viel Geld und Mitarbeiter kostet, mag es in riesigen Firmennetzwerken noch praktikabel sein, da der Mensch schließlich bestrebt ist, so viel wie möglich in seiner Macht zu haben. Doch werfen wir mal einen Blick auf kleinere Firmen mit nur 50 oder 60 Mitarbeitern. Die Kosten für eine eigene Serverinfrastruktur übersteigen bei weitem den Nutzen. Und genau da kommt das Cloud Computing ins Spiel.

Cloud Computing im privaten bedeutet, dass man seine Daten und Anwendungen nicht mehr auf seinem PC, sondern auf irgendeiner weit entfernten Serverfarm ablegt. Die Anbindung geschieht über das Internet und man selbst muss sich nur noch mit seinen Benutzerdaten anmelden und kann losarbeiten. Das hat einige Vor- und auch Nachteile:

Es werden immer Backups von seinen gespeicherten Daten angelegt. Somit kann auch mal der Heim PC ausfallen, ohne dass gleich alle Daten verloren sind.

Endanwender benötigen nun kleinere und billigere Computer, da die Software auf großen Servern ausgeführt wird.

Man kann von jedem internetfähigen Rechner aus arbeiten und wird somit flexibler.

Der Dienstanbieter kann, im Vergleich zur Installation auf dem Heim PC, Softwareupdates im Bruchteil der Zeit aufspielen, da er direkten Zugriff auf die Anwendungsdaten hat.

Für den Softwarehersteller ist es wichtig, dass seine Software nicht illegal verbreitet wird, was aber auch gleichzeitig ein Nachteil für gewisse Anwendergruppen ist.

Der Nutzer muss seine Anmeldedaten hinterlegen. Das biete für Hacker eine große Angriffsfläche, da diese nun nur Server eines Unternehmens hacken müssen, um an tausende Mailadressen und evtl. Bankdaten zu kommen.

Die Kultur im Web 2.0

•28. Januar 2012 • Schreibe einen Kommentar

Ich möchte mich heute mit dem Thema „Kultur und Bildung 2.0“, vor allem aber mit der Kultur 2.0 auseinandersetzen, da ich neulich einen sehr schön passenden Filmausschnitt aus „Freunde mit gewissen Vorzügen“ gesehen habe.

Gleich am Anfang in der ersten Szene ist sehr schön dargestellt, worauf die Internetkultur Wert legt, nämlich schnell Informationen beschaffen und diese dann möglichst bunt und hübsch aufbereitet serviert zu bekommen. Doch bis dahin war es ein weiter weg.

Vor allem in den Jahren nach der Dotcom-Blase hat sich nämlich eine ganz neue, allgegenwärtige und weltweite Kultur entwickelt… Die Internetkultur.

Alles das, was eine Kultur ausmacht, wie z.B. Sprache, Glaube, Moral, Werte, Interessen, Traditionen und Gebräuche (um jetzt nur einige Merkmale zu nennen) sind zu genüge vorhanden und ausreichend stark ausgeprägt, um diese zu erkennen.

Gehen wir erst einmal auf die Sprache ein: Die Fantastischen Vier besangen es schon 1999 in ihrem Titel „MfG – Mit freundlichen Grüßen“ und auch der geneigte Leser wird schon ahnen, worauf ich jetzt hinaus will: Abkürzungen!

Von den SMS-Schreibern wurden sie seinerzeit entwickelt um Zeit und Geld zu sparen. Da „Zeit sparen“ für die meisten Menschen schon ein guter Grund ist, haben Abkürzungen, wie  hdl, hdgdl, rofl, lol, nok, cya, PEBKAC oder auch wtf ihren Weg ins Netz gefunden und sind seitdem, genau wie Smileys oder Leetspeak, aus keinem guten Forum oder Blog mehr wegzudenken. Auch sehr weit verbreitet sind Anglizismen.

Wer mal ein bisschen schnökern möchte, findet hier eine ganze Liste mit Abkürzungen und deren Bedeutungen auf Wikipedia.

Auch beim Glauben sind die Internetnutzer und Community Mitglieder immer mit dabei, wenn es darum geht, die ganze Welt zum wahren und einzigen Glauben zu bekehren. Einige Stichworte wären Betriebssysteme und Computer Hardware allgemein. Kein Tag oder keine neue Meldung über technischen Fortschritt vergeht, ohne dass sich die „Kreuzritter“ von Gates, Jobs oder Stallman(da eher unbekannt, ein kleiner Tipp: Linux) gegenseitig verbal in den Foren und Diskussionsthreads zerfleischen und sich auf übelste Art und Weise unter der moralischen Gürtellinie zu schlagen, bis das eigentliche Thema wieder einmal nebensächlich geworden ist und schon wenige Posts nach Threadstart vollkommen dem Glaubenskrieg gewichen ist. Das gehört mittlerweile schon zum (un)guten Ton eines jeden Forums dazu, ist also schon fast zu einer Art Tradition oder Brauch geworden.

Ein Vertreter der digitalen Kommunikation hingegen ist definitiv eine Art Urgestein des Webs.

Seine Verwendung eine Tradition. Er selbst sogar ein Gott??

Die Rede ist von dem Smiley. 

Den Smiley gibt es in unzähligen Variationen: weinend, laut lachend, zwinkernd, verliebt und und und. Doch es gibt nur einen echten, nämlich jenen, der 1979 das Licht der Datenwelt erblickte und ungefähr so aussah:        -)

Das war die Geburtsstunde einer Legende und ist seitdem in all seinen Variationen nicht mehr wegzudenken. Wir nutzen ihn und seine(meist gelben) kleinen Freunde in Chats und Foren um unseren Gefühlen und Emotionen ansatzweise Ausdruck zu verleihen.

Das Web ist ein besonderes Phänomen: Zum einen ist es selbst ein wertvolles Kulturgut geworden, zum anderen aber bildet es eine Grundlage für aufkommende Subkulturen, die interaktiv

Auch können Künstler jeglicher Art ihre Werke im Internet feilbieten. Dienste wie Myspace, Soundcloud und diverse andere Sharingtools machen dies möglich. Kreatives Eigentum in Form von Musik, Bildern und Videos wird nicht mehr nur im Eletronikfachmarkt neben an, sondern vorwiegend im Internet vertrieben.

Wir, die wir die „Cybergesellschaft“ (wie es in diesem Wikipedia Artikel über die Netzkultur so schön heißt) aufbauen und mitgestalten sind dabei, unser soziales Leben immer mehr von der Straße in die digitalen Datenautobahnen zu verlegen. Das ist auch kein Wunder. Immerhin sind wir schon als Grundschüler damit in Berührung gekommen und kennen uns bestens aus. Sind mit der Sprache und den Gebräuchen, sowie den Umgangsformen bestens vertraut.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Abend mit unserem besten Freund, dem 🙂

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•17. Januar 2012 • Schreibe einen Kommentar

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Recruiting 2.0

•15. Januar 2012 • Schreibe einen Kommentar

Wie war das damals noch wenn man arbeitslos war? Richtig, man ist zum Arbeitsamt gegangen, hat sich arbeitslos gemeldet und ist immer wieder hingegangen um sich neue Jobangebote zu besorgen. Das war früher die Hauptaufgabe, die ein Arbeitsloser hatte. Nach und nach wurden auch in Zeitungen Stellenangebote inseriert und der zeitgemäße Arbeitslose hatte schon mehr Zeit, sich um andere Dinge zu kümmern. Heutzutage jedoch hat, wie natürlich auch wieder der zeitgemäße Arbeitslose,  jeder einen PC und einen Internetanschluss. Alles andere wäre in unserer Zeit ja auch eine Verletzung der Menschenrechte.

Wie dem auch sei, zeigt sich der Trend, heute alles digital zu erleben, wie das Treffen mit Freunden via facebook oder der Gesprächsersatz durch Skype, ICQ und Co, auch bei der Jobsuche. Jede Firma hat mittlerweile ihre IT-Spezialisten, die Webseiten administrieren, Jobangebote aktualisieren und natürlich auch das Internet nach den vermeintlichen neuen Bewerbern absuchen und so jeden kleinen Fehltritt mitbekommen, den die Freunde jemals dokumentiert haben.

Dieses Spionieren hat natürlich eine neudeutsche Bezeichnung, hört auf den Namen Social Screening und ist ein Teil des Recruting 2.0. Das bedeutet, dass jeder, der sich irgendwo bewirbt von oben bis unten durchleuchtet wird.

Da die meisten neuen Trends aus den USA zu uns über den großen Tech schwappen, fangen wir auch hier wieder mit einem Blick auf die neue Welt an:

Laut einer, schon im Seminar erwähnten, Studie auf http://juliangrandke.de/socialmedia/social-screening-bewertung-von-bewerbern-anhand-von-social-media-aktivitaten-infografik/ haben in den USA 2009 schon 45% der Unternehmen ihre Bewerber „gegoogelt“.

– Ja, dieses Wort gibt es wirklich. Ein weiteres Produkt der „Web 2.0 Gesellschaft“. 2004 hat es sogar den Sprung in den Duden geschafft. Wer es mir nicht glaubt, kann es hier nachlesen[http://de.wiktionary.org/wiki/googeln]. – Doch zurück zum eigentlichen Thema:

Von diesen 45% der amerikanischen Firmen haben sich unter anderem 29% auf Facebook schlau gemacht. Als nächster großer Wissensspeicher wäre noch LinkedIn mit 26% zu nennen. Der Rest ist eher marginal, allerdings auch nur aus dem Grund, da nicht jeder einen eigenen Blog hat und Twitter eine Zeichenlängenbegrenzung bei den Nachrichten hat. Bei Facebook hingegen kann jeder alles schreiben und wenn man als Spion seines Betriebes einen kennt, der jemanden kennt, der jemanden als Freund hat, ist es bei den meisten Privatsphären-Einstellungen ein Leichtes, Informationen über ziemlich jede Person zu bekommen. Das dieser Trend auch bei uns früher oder später Einzug hält, ist vorauszusehen.

Allerdings sind viele Firmen noch gar nicht auf diesen modernen Zug, des modernen Zusammenlebens mittels Bits und Bytes aufgesprungen. Der Trend in diese Richtung ist zwar zu sehen, allerdings hat sich die Vernetzung des Internet erst in den letzten Jahren so weit entwickelt, um all diese Dinge zu ermöglichen.  Das ist auch einer der Gründe, warum viele Unternehmen das Screening noch nicht anwenden. Ein wichtigerer und vor allem lobenswerterer Grund hingegen ist jedoch, dass viele Firmen sagen, dass diese Daten in den sozialen Netzwerken nicht relevant sind. Das ist, in Zeiten der Vorratsdatenspeicherung, ein wichtiger Grund, auf unnützes Datensammeln zu verzichten.

Es gibt Leute, die wollen nicht gefunden werden. Auf der anderen Seite gibt es jedoch Menschen, die es mit einer Internetpräsenz erst recht darauf anlegen, von Firmen entdeckt und durchleuchtet zu werden. Das Zauberwort dabei heißt Personal Branding.

Genau wie im analogen Leben muss man sich stets Gedanken machen, wie man sich präsentiert. Zum einen auf den Sozialen Plattformen, zum anderen aber auch auf einer eigens eingerichteten Präsenz, wie einem E-Portfolio, einem Blog oder einer Website. Vorteil von diesem „Gedanke manchen“ ist Kreativität, die man dabei an den Tag legen kann. Allerdings sollte man es mit seiner Kreativität auch nicht übertreiben.

Als Quintessenz sollte wohl bleiben, dass das Social Screening zwar zugenommen hat, aber noch nicht allzu stark verbreitet ist, es Firmen gibt, die das  schamlos ausnutzen, allerdings auch die meisten noch sagen „Nein, das brauchen wir nicht“ und das man stets aufpassen sollte, was man im Internet schreibt.

In diesem Sinne lade ich jetzt meinen gerade verfassten Text in meinen Blog und hoffe, dass meine späteren Arbeitgeber nicht lesen, wie ich zu der Welt stehe 🙂